Französisch-Buchholz PDF Drucken E-Mail

Im Jahre 1688 wurde in Buchholz eine französische Kolonie durch Hugenotten gegründet.

Um 1750 hatte Buchholz 240 Einwohner, davon waren 75 französischer Abstammung. Dieser Anteil von hugenottischer Bevölkerung reichte für den Beinamen "Französisch" bei der Ortsbezeichnung aus.

Es waren acht deutsche und sechs französische Bauern, elf französische und sieben deutsche Kossäten. Weiterhin gab es drei Höfe für die Familie von Blumethal, von Wartensleben und von Liepe. Im Dorf gab es einen Schmied, einen Radmacher, zwei Hirten, eine Erbschmiede, den Erbkrug und im Winter den Nachtwächter. Seit 1730 existierte das französische Kaffee und ein Grundstück für einen Herrn von Rademer.

Französisch Buchholz war ein Dorf mit französischen Flair und märkischer Derbheit. Manche Besonderheiten machten es attraktiv. Deshalb strömten die Ausflügler hierher und amüsierten sich.

aus "Geschichten aus Französisch Buchholz" D. Geisthardt

Im Jahre 1700 waren 17 Hugenottische Familien in Buchholz ansässig, mit folgenden Namen:

ARNOUX, AUBERT, De BALICOURT, CUNI, CHANTIÉ, FAVIER, FORMEY, GUYOT, HENRION, JANSON, MATTHIEU, MAUNOURI, MAZET, NOÉ, PETIT, RUPERT, TIRIOT
(kursiv geschrieben: Namen von Vorfahren)